Regionalgruppe Kiel

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Andreas Müller
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Leibnizstraße 4, 24118 Kiel
Tel: 0431/8802391
E-Mail:  AMüller@kg.uni-kiel.de

Der nächste Studientag findet Anfang Oktober 2017 statt. Nähere Angaben werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Frühere Treffen:
GFCM Regionalgruppe Nord am 19.03.17
Nahtoderfahrungen – eine neue Sicht
Bereits vor einigen Jahrzehnten wurde ich durch die Bücher von Elisabeth Kübler – Ross und Raymond Moody auf das Thema Nahtoderfahrungen aufmerksam. Das waren die ersten, die dieses Thema behandelten, Material dazu sammelten und es der Öffentlichkeit vorstellten. Sie fanden viel Interesse, auch dadurch, das die Schilderungen der Betroffenen verblüffende Gemeinsamkeiten aufwiesen. Hierzu gehörten eine Wahrnehmung, das man sich ausserhalb des eigenen Körpers aufhielt, ja diesen von oben sah. Es gab das Gefühl, sich durch einen Tunnel  zu bewegen, auf ein Licht zu, welches sich als immenses Wohlgefühl darstellte. Viele Menschen verloren zumindest ein Stück weit ihre Angst vor dem Sterben und den Tod. Da die Autoren diese Phänomene nicht auf wissenschaftlicher Basis hinterfragten, wurden sie von vielen  im esoterischen Bereich verortet. Nach langer Zeit holte mich das Thema wieder ein. Als Mitglied der Gesellschaft der Freunde christlicher Mystik (GFCM) organisiere ich deren Regionaltreffen hier im Norden. Zum letzten Treffen gewannen wir Prof. Dr. Popkes, Inhaber eines Lehrstuhls an der theologischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er nähert sich dem Thema mit einer strikt wissenschaftlichen Sicht und entsprechenden Methoden und das macht seine Forschungen interessant. In seinen Büchern und Vorlesungen (letztere auch auf Youtube zu sehen) weist er auf Parallelen zwischen Nahtoderfahrungen und Erfahrungen großer Mystiker und dem frühen Christentum hin. Um sich dem Thema wissenschaftlich zu nähern, gründet er ein Institut, welches durch eine Stiftung unterstützt wird. Es soll eine fortlaufende Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaften erreicht werden, die z. B. auch Psychologie, Medizin, Physik, Biologie, Religionswissenschaft und Theologie einschliesst. Die Ergebnisse sollen in Krankenhaus- und Hospizseelsorge einfliessen. Interessant ist, das die Forschung auch andere, verwandte Bewusstseinzustände umfassen wird. Hierzu gehören beispielsweise auch Nachtodkontakte. So nennt man die Erfahrung, zu spüren, einen nahestehenden Menschen zu verlieren. Ich kenne das aus meiner Familiengeschichte. Meine Großmutter erzählte uns immer wieder, den Moment gespürt zu haben, als ihr einziger geliebter Sohn in Russland fiel. Lange bevor der Brief seines Kompanieführers eintraf, der dies leider bestätigte. Ähnliches wurde früher oft geschildert. Ich weiss nicht, was die Forschungen erbringen, werde sie aber mit Interesse verfolgen. Vielleicht hatte Shakespeare auch hier Recht, als er Hamlet sagen liess: Es gibt mehr Ding´ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

GFCM Regionalgruppe Nord am 15.10.16
Die Regionalgruppe Nord traf sich am 15.10. in Hamburg. Da die vorgesehenen Referenten durch andere Termine verhindert waren, tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander über Fragen und Definitionen der Mystik und deren Präsenz in den Angeboten der örtlichen christlichen Gemeindearbeit aus. Weiter stellten Teilnehmer Bücher aus dem Bereich der evangelischen Mystik vor.
Der Nachmittag stand überwiegend im Zeichen einer Predigt (Lesung und Meditationen) eines evangelischen Hörfunkgottesdienstes vom 21.08.2016 aus der evangelischen Trinitatskirche Bonn-Endenich, in der es um Gedichte von Rainer Maria Rilke unter der Überschrift „Pilgerreise des Herzens“ ging. In der Aussprache wurde die Bedeutung des Herzensgebets für diese Pilgerreise hervorgehoben.
Das Treffen wurde eingerahmt durch Meditationen, angeleitet von Manfred Bacher, dem Autor des Buches „Die Dimensionen des Seins entdecken“, das auf der Regionalseite bereits vorgestellt wurde.
Das Treffen wurde als gelungen empfunden. Wir freuen uns auf das nächste Treffen im Frühjahr nächsten Jahres.
Gerd Schäfersküpper

GFCM Treffen der Regionalgruppe Nord am 30.7.16 in Hamburg
Die Regionalgruppe Nord traf sich am 30.7.16 in Hamburg. Der Tag wurde gestaltet von Professor Andreas Müller. Er referierte über die Mystik in der Alten Kirche. Die Wurzeln der christlichen Mystik liegen in der Alten Kirche. Hier sind alle entscheidenden mystischen Wege bereits eingeschlagen worden. Vorgestellt wurden einige Ansätze früher Denker der Mystik. In einem zweiten Teil wurden Ansätze gemeinsam gelesen und besprochen. Da diese Gedanken auch heute noch aktuell und wegweisend erscheinen, ergab sich von Beginn an eine angeregte Diskussion und viele Fragen. Durch dieses Interesse der Teilnehmer wurde das vorgesehene Ende des Treffens weit überschritten. Als  Termin für das nächste Treffen wurde der 15. Oktober 2016 vereinbart. Das Thema und der Treffpunkt wird  in einer Einladung bekanntgegeben. Interessenten wenden sich bitte an

Gerd Schäfersküpper

Möhlenkamp 94

24340 Eckernförde

Tel. 04351 907366

g.schaeferskuepper@gmx.de

Nachzutragen bleibt das Thema eines früheren Treffens. Manfred Bacher stellte sein Buch  „Die Dimensionen des Seins entdecken“ vor, welches im Verlag Glauben und Leben erschien. Es trägt die ISBN Nr. 978-3-944804-03-3. Professor Müller schrieb das Geleitwort, welches Gerd Schäfersküpper jedem Interessierten gern zur Verfügung stellt.

Herr Bacher beschrieb, wie er vor über 30 Jahren zu regelmäßigen Meditation gekommen ist  und was sie für ihn bedeutet. Er schilderte seine zum Teil sehr persönlichen  Meditationserfahrungen.

Unsere Runde tauschte sich aus über

– Stimmungs- und Gefühlsschwankungen und die Suche nach inneren „Stabilisatoren“

-„plötzliche“ mystische Erfahrungen und daraus folgende innere Erkenntnisse

-die kaum vorhandenen Möglichkeiten, tiefsitzende Prägungen, innere Zwänge und Ängste über den Verstand und über Vorsätze auszugleichen

-die heilende universelle Wirkung der Meditation bzw. des inneren Gebets (die größte Kraft des Universums sei in unserem Inneren verborgen).